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  • Silvio Zuellig

Von Paris über die Pyrenäen

Updated: Oct 27, 2020

Die erste Reiseetappe führt uns mit E-Bike und Elefantino über 1200 Kilometer durch Frankreich, vom Eiffelturm bis an die spanische Grenze, vom Hochsommer in den Herbst.



Unser Start in Paris ist keinen Monat her, fühlt sich aber länger an. Kein Wunder, dazwischen liegt eine elegante, leicht geschwungene Route von über 1200 km von Paris südwestlich bis über die Grenze zu Spanien, auf kleinen und kleinsten Strassen, mit dabei auch der Übergang vom Hochsommer in den Schneeregen…



Die Strecke wurde durchgängig von einer von uns geradelt, und der andere fuhr unser Fernreisemobil Elefantino. Wir hatten dabei ausgiebig Gelegenheit, ein schon lange angestrebtes Reise-Setting endlich life zu testen, mit diversen Tools für Kontakt, Navigation, Standort-Tracking etc.


Die Route führte uns im ersten Drittel bei schönem, warmen Wetter durch die lieblichen, flachen bis leicht hügeligen Landschaften des Centre-Val de Loire, teils dem Flusslauf folgend, mit dem ganzen Charme Frankreichs. Tages-Aufenthalte an den grossen Flüssen waren mit dabei, Gelegenheiten für Kajak-Touren auf der Marne (noch vor Paris!) und auf der Loire.



In der Hoffnung, die „Volcans d’Auvergne“ neben Clermont-Ferrand bestaunen zu dürfen - ja, eine Gegend vieler längst erloschener Vulkane, und das mitten in Europa -  hielten wir auf dem Weg runter leicht östlich und kamen so ins Gebirge.

Kaum dort angekommen, überraschte uns ein Kälte-Einbruch, Sturm, Regen und ein Himmel voller tiefliegender Wolken, welche die Vulkane verhüllten…



Sue entscheidet sich tapfer, trotzdem die Strecke bis in die Pyrenäen zu biken, und wir reisen zügig weiter südwestlich. Zwischen Wolken und Nebel erspähen wir gelegentlich Abschnitte der wildromantischen Berglandschaft der Auvergne und des Massiv Central, bevor es allmählich übergeht in eine flache Region, westlich vorbei an Toulouse, hin zu den nördlichen Ausläufern der Pyrenäen.



Nach 6 intensiven Reisetagen mit durchschnittlich 120km pro Tag wird die Witterung wieder milder, wärmer… Wir haben es tatsächlich geschafft und nehmen rechtzeitig zu einem Schönwetter-Fenster von nur gerade zwei Tagen den Aufstieg in die Pyrénées Atlantiques in Angriff.





Wenn auch ohne gravierende Probleme, ganz ohne abenteuerlichen Pfeffer haben wir  die „soupe Française“ nicht ausgelöffelt: Neben harmlosen platten Reifen und dem Ersatz eines defekten Schalt-Elements an Sue's Fahrrad, hat uns eine Panne mit Elefantino kräftig zugesetzt: Ein Hinterrad sackte bei einer Auffahrt komplett ab in einen tiefen Strassengraben… Unser Truck stand beängstigend schief, und es war ungewiss, ob wir überhaupt mit eigenen Mitteln, ohne kräftigen Traktor, wieder da raus kommen.

Unter dem Einsatz des restlichen Verstandes, der mir die Overdose Adrenalin noch zugelassen hat, sowie von Allrad und Hilfsmitteln, brauchten wir Elefantino leichter wieder auf alle vier Räder als erwartet, und der Schaden hält sich in Grenzen. Noch mal Glück gehabt, und weiter geht’s…





Bei Sonnenschein und prächtiger Bergsicht erreichen wir unser erstes Etappen-Ziel: die Passhöhe in den Pyrenäen, gleichzeitig die Grenze zu Spanien.

Dies geschieht, nach der Reise durch Frankreich im September, pünktlich zum Monatswechsel und bei Vollmond! :-)



Unsere Eindrücke aus dem ersten Reiseland dieser Tour - Frankreich - haben wir in einem Video festgehalten. Abonniert den YouTube-Kanal von Pedelec Adventures, wenn Ihr Lust auf weitere Videos zu E-Traction – The Trip habt!



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